Kennen Sie das auch? Da entdecken Sie im Garten oder beim Spazierengehen einen besonders schönen Luftikus - und haben leider keine Ahnung, um was für einen Vogel es sich handeln könnte!

So geschehen in einem Mötzinger Garten Mitte Mai. Dank eines alten Bestimmungsbuches von 1972, konnte der Vogel dann eindeutig als Stieglitz erkannt werden und man erfährt darin weiter: "Das außerordentlich vorsichtige Stieglitz-Weibchen baut ihr Nest derart gut versteckt und getarnt, dass es nur selten von Nesträubern entdeckt wird."

Ein Wikipedia-Eintrag weiß: "Im Mittelalter wurde der Stieglitz als Talisman zum Schutz vor der Pest verwendet. Conrad Gessner (1554) erwähnte diesen Vogel in seinem Vogelbuch und setzte ihn bei Erkrankungen ein. So sollen gebratene Stieglitze ein geeignetes Heilmittel gegen Bauchgrimmen und Darmgicht sein. Da man dem Stieglitz die Fähigkeit zuschrieb, Krankheiten anzuziehen, wurde ein solcher Vogel zu ebendiesen Zweck in das Zimmer eines Schwindsüchtigen gehängt."

Wie gut, dass wir uns in der jetzigen Coronazeit auf nachweisbare Aussagen von VirologInnen und anderen WissenschaftlerInnen stützen können - wer weiß, was sonst mit dem bunten Vogel in Mötzingen geschehen würde 😉

Hier können Sie sich wunderbaren Frühlings-Vogelgesang aus dem Nordschwarzwald anhören - gesungen und gezwitschert am 7. Mai.

Um für die nächste Vogelentdeckung gut gerüstet zu sein, empfehlen wir Ihnen dieses Buch aus der Bücherei:

Welcher Vogel ist das?
Attraktives Bestimmungsbuch zu ca. 440 europäischen Vogelarten; mit Farbfotos und Farbzeichnungen.

Für interessierte Kinder ab 6 empfehlen wir:
Was fliegt denn da?
Mit Hilfe des TING-Stifts können sich die Kinder die Stimmen aller vorgestellten Arten anhören.

Und vielleicht bekommen Sie jetzt auch Lust auf ein Hörbuch unserer Onleihe, in dem es um ein Gemälde eines Distelfinken geht - so wird nämlich der Stieglitz wegen seiner bevorzugten Nahrung auch genannt.